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dc.creator Böhme, Hans
dc.creator Sichelschmidt, Henning
dc.date 1995
dc.date.accessioned 2013-10-16T06:04:11Z
dc.date.available 2013-10-16T06:04:11Z
dc.date.issued 2013-10-16
dc.identifier http://hdl.handle.net/10419/683
dc.identifier ppn:043511902
dc.identifier RePEc:zbw:ifwkdp:243
dc.identifier.uri http://koha.mediu.edu.my:8181/xmlui/handle/10419/683
dc.description Das traditionelle Modell der Schaffung von Sicherheit und der Schadenregulierung in der Seeschiffahrt hat vor allem durch das Aufkommen "offener Register" zunehmend an Funktionsfähigkeit verloren. Zugleich stellt die stark erweiterte Bedeutung des Umweltschutzes neue, in diesem Umfang früher nicht gekannte Anforderungen an die Sicherheit des Schiffsbetriebs. Forderungen nach einer Revision des Modells knüpfen insbesondere an zahlreiche spektakuläre Unfälle in der Tank- und Fährschiffahrt in den letzten drei Jahrzehnten an. Als Antwort auf die Forderung, die Sicherheit auf See zu verbessern, haben öffentliche Institutionen bislang vor allem technische Vorschriften und administrative Kontrollen verschärft. Dieser Weg ist jedoch nur bedingt zweckmäßig, weil er das menschliche Versagen als Hauptursache der meisten Seeunfälle nicht direkt bekämpft. Regional unterschiedliche technische Vorschriften drohen überdies die Freizügigkeit des Schiffseinsatzes zu beschränken. Mehr Erfolg verspricht ein ökonomischer Ansatz, der die Eigeninteressen der Beteiligten auf eine möglichst weitgehende Schadenverhütung lenkt. Dazu müssen die externen Kosten von Schiffsunfällen, z.B. Umweltschäden, nach dem Verursacherprinzip internalisiert werden, d.h. auch in der Kostenrechnung der Reederei erscheinen. Auf diese Weise sollen solche Kosten- und Wettbewerbsvorteile des Betriebs sogenannter "sub-standard"-Schiffe beseitigt werden, die gegenwärtig allein durch die bewußte Inkaufnahme von Sicherheitsrisiken erlangt werden. Administrative Maßnahmen haben im Rahmen dieses Ansatzes ergänzende Bedeutung. Für die Internalisierung externer Kosten bieten sich die verschiedenen Arten der Seeversicherung an. Entscheidend ist der Zusammenhang zwischen dem sicherheitsorientierten Verhalten der Reedereien, den damit verbundenen Risiken und der daraus erwachsenden finanziellen Belastung durch Versicherungsprämien. Die Prämiensätze müssen nach risikogerechten Kriterien wie der technischen Beschaffenheit des einzelnen Schiffes, seiner Instandhaltung sowie der Herkunft und dem Ausbildungsstand seiner Besatzung differenziert werden. Auch die Ladungsversicherung kann einbezogen werden. , Öffentlichen Institutionen fällt vornehmlich die Aufgabe zu, Umweltschäden zu definieren und zu bewerten, da private Eigentumsrechte vielfach fehlen und da es oft an objektivierbaren Erkenntnissen über Art und Höhe solcher Schäden mangelt. Im Hinblick auf die außerordentlich hohen Haftungssummen bei Umweltschäden empfiehlt es sich, eine Pflicht zum Abschluß von Haftpflichtversicherungen international festzulegen.
dc.language deu
dc.publisher Kiel Institute for the World Economy (IfW) Kiel
dc.relation Kieler Diskussionsbeiträge 243
dc.rights http://www.econstor.eu/dspace/Nutzungsbedingungen
dc.subject ddc:330
dc.subject Schiffsunfall
dc.subject Schadenversicherung
dc.subject Verkehrsökologie
dc.subject Meeresverschmutzung
dc.subject Schifffahrt
dc.subject Haftpflichtversicherung
dc.subject Welt
dc.subject Theorie
dc.title Sicherheit auf See
dc.type doc-type:workingPaper


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