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Anstieg und Fall des Dollarkurses - Folgen der amerikanischen Geldpolitik?

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dc.creator Scheide, Joachim
dc.date 1987
dc.date.accessioned 2013-10-16T06:38:10Z
dc.date.available 2013-10-16T06:38:10Z
dc.date.issued 2013-10-16
dc.identifier urn:isbn:3925357459
dc.identifier http://hdl.handle.net/10419/1092
dc.identifier ppn:255320868
dc.identifier RePEc:zbw:ifwkdp:131
dc.identifier.uri http://koha.mediu.edu.my:8181/xmlui/handle/10419/1092
dc.description In den letzten 15 Jahren hat es erhebliche Änderungen des Dollarkurses gegeben. Sie lassen sich nur schwer mit Budgetdefiziten oder -Überschüssen und so gut wie gar nicht mit Leistungsbilanzsalden erklären. Vielmehr scheinen die internationalen Kapitalbewegungen eine dominierende Rolle zu spielen. Ausschlaggebend dafür, ob Kapital in ein Land fließt oder von dort abgezogen wird, ist die Tatsache, wie die international orientierten Anleger die Geldpolitik eines Landes einschätzen und vor allem welche Inflationserwartungen sie daraus ableiten. Vieles spricht dafür, daß die seit Beginn des Jahres 1985 sehr expansive Geldpolitik in den USA für besonders inflationsträchtig gehalten wird. Die Folge: Der Dollar wertete sich drastisch ab, die USA gelten nicht mehr als "safe haven" Es gibt Parallelen zu den siebziger Jahren. Auch unter den Präsidenten Nixon und Carter wurde eine expansive Geldpolitik betrieben; in beiden Phasen wertete sich der Dollar ab, die Inflation beschleunigte sich deutlich. Umgekehrt war für den Kursanstieg des Dollars zu Beginn der achtziger Jahre ausschlaggebend, daß die Geldpolitik auf das Ziel der Preisniveaustabilität ausgerichtet wurde und die Inflation erheblich zurückging. Offenbar ist die mittelfristige Ausrichtung der Geldpolitik für den Trend des Dollarkurses entscheidend; dennoch bleibt eine Prognose des Wechselkurses schwierig. Denn die Intentionen der Notenbanken lassen sich nur schwer prognostizieren, zumal die Strategie, Geldmengenziele anzukündigen und auch einzuhalten, in letzter Zeit immer weniger ernst genommen wurde. Insbesondere gilt dies für die amerikanische Notenbank, die in den letzten beiden Jahren ihre Zielvorgaben erheblich überschritten hat, um die Konjunktur anzukurbeln und den Dollar herunterzudrücken. Wer stabilere Wechselkurse will, sollte nicht an Symptomen kurieren: Vereinbarungen über feste Wechselkurse oder auch Zielzonen sind nicht haltbar, solange die Ziele der Wirtschaftspolitik von Land zu Land unterschiedlich sind. Jedes Land sollte frei sein, die wirtschaftspolitischen Ziele auf dem Weg zu erreichen, der ihm geeignet erscheint. Flexible Wechselkurse dienen dazu, die Divergenzen, die sich aus der unterschiedlichen Politik zwangsläufig ergeben, auszugleichen. Andernfalls wären Eingriffe in den internationalen Kapitalverkehr und in den freien Welthandel nötig.
dc.language deu
dc.publisher Kiel Institute for the World Economy (IfW) Kiel
dc.relation Kieler Diskussionsbeiträge 131
dc.rights http://www.econstor.eu/dspace/Nutzungsbedingungen
dc.subject ddc:330
dc.subject Wechselkurs
dc.subject Geldpolitik
dc.subject USA
dc.title Anstieg und Fall des Dollarkurses - Folgen der amerikanischen Geldpolitik?
dc.type doc-type:workingPaper


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