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Wirtschaftliche Aufholprozesse und Globalisierungskrisen in Entwicklungsländern : Implikationen für die nationale Wirtschaftspolitik und den globalen Ordnungsrahmen

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dc.creator Nunnenkamp, Peter
dc.date 1998
dc.date.accessioned 2013-10-16T06:26:13Z
dc.date.available 2013-10-16T06:26:13Z
dc.date.issued 2013-10-16
dc.identifier urn:isbn:3894561777
dc.identifier http://hdl.handle.net/10419/1040
dc.identifier ppn:251593169
dc.identifier RePEc:zbw:ifwkdp:328
dc.identifier.uri http://koha.mediu.edu.my:8181/xmlui/handle/10419/1040
dc.description Einer Reihe von Entwicklungsländern ist es gelungen, den Einkommensabstand zu den Industrieländern zu verringern. Längerfristige Aufholprozesse sind durch nationale Wirtschaftspolitiken, die den Strukturwandel gefördert haben, begünstigt worden. Bei den Globalisierungsgewinnern handelt es sich um relativ offene Volkswirtschaften, die für ausländische Investoren attraktiv sind und die ihren Kapitalstock durch Importe modernisiert haben. Die jüngsten „Globalisierungskrisen" in Asien und Lateinamerika bieten keine Argumente gegen eine Öffnung gegenüber Importen und ausländischen Direktinvestitionen. Die Wurzel der Krisen liegt in wirtschaftspolitischen Fehlentwicklungen (insbesondere im Bereich der Wechselkurspolitik) und in institutionellen Defiziten (insbesondere im nationalen Finanzwesen). Die volkswirtschaftlichen Kosten derartiger Schwachstellen können sich durch das Herdenverhalten internationaler Investoren potenzieren. Für die heutigen Krisenländer geht es darum, die Erosion der früheren Globalisierungsgewinne so gering wie möglich zu halten. Es macht wenig Sinn, mitten in der Krise neue Kapitalverkehrskontrollen zu verhängen. Vielmehr könnte eine völlige Liberalisierung ausländischer Direktinvestitionen vor allem im Finanzsektor helfen, Ineffizienzen und institutionelle Defizite zu beheben. Für die bisherigen Globalisierungsverlierer lautet die Devise, wirtschaftspolitische Aufholprozesse einzuleiten und gleichzeitig die Risiken der weltwirtschaftlichen Integration zu begrenzen: Die finanzielle Liberalisierung ist an Fortschritten bei der Finanzaufsicht auszurichten. Entwickelte und strikt überwachte nationale Finanzmärkte sind Voraussetzung für eine schrittweise Freigabe des internationalen Kapitalverkehrs. Für die meisten Entwicklungsländer, die auf Kapitalimporte angewiesen sind, um wirtschaftlich aufzuholen,, sind flexible Wechselkurse das kleinste Übel. Das wirtschaftliche Schicksal der Entwicklungsländer im Zeitalter der Globalisierung wird in erster Linie durch ihre eigene Wirtschaftspolitik bestimmt. Der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit den Industrieländern kommt im Bereich institutioneller Reformen eine unterstützende Funktion zu. Die technische Hilfe sollte verstärkt auf den Austausch von Erfahrungen zwischen Entwicklungsländern setzen - zum Beispiel bei der Konzipierung von Finanzmarktreformen. Die multilateralen Regelwerke müssen gewährleisten, daß die Aufholchancen der Entwicklungsländer nicht durch einen Rückfall in protektionistische Verhaltensweisen zunichte gemacht werden. Mehr Rechtssicherheit für ausländische Direktinvestitionen wäre in einem multilateralen Investitionsabkommen zu verankern. Durch „global governance" ist schließlich die Gefahr krisenhafter Rückschläge im Aufholprozeß zu reduzieren. Eine multilateral vereinbarte Besteuerung grenzüberschreitender Finanzströme ist dabei genauso wenig hilfreich wie ein Ausbau des IWF zu einem internationalen Kreditgeber der letzten Instanz. Andererseits verbietet es sich, den IWF ganz abzuschaffen, solange kein anderes Sicherheitsnetz gespannt ist. Um eine bessere Krisenvorsorge bei adäquater finanzieller Lastenverteilung zu erreichen, sollten Rettungsaktionen vermehrt aus privaten Quellen finanziert werden. Private Banken und Investoren sollten deshalb verpflichtet werden, Krisenfonds mit finanziellen Einlagen zu speisen. Diese Eigenvorsorge würde das Risikobewußtsein privater Kapitalgeber schärfen. Im Notfall stünden mehr Interventionsmittel bereit, als der IWF allein aufbringen kann.
dc.language deu
dc.publisher Kiel Institute for the World Economy (IfW) Kiel
dc.relation Kieler Diskussionsbeiträge 328
dc.rights http://www.econstor.eu/dspace/Nutzungsbedingungen
dc.subject ddc:330
dc.subject Entwicklungskonvergenz
dc.subject Wirtschaftspolitik
dc.subject Globalisierung
dc.subject Wirtschaftskrise
dc.subject Bankenreform
dc.subject Wirtschaftliche Anpassung
dc.subject Bankenaufsicht
dc.subject Weltwirtschaftspolitik
dc.subject Entwicklungsländer
dc.title Wirtschaftliche Aufholprozesse und Globalisierungskrisen in Entwicklungsländern : Implikationen für die nationale Wirtschaftspolitik und den globalen Ordnungsrahmen
dc.type doc-type:workingPaper


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